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Wissenswertes

Historie

Königskette und Quirinusplätzchen der Erfttrabante:

1985 beschlossen die Erfttrabante, dass der Zugkönig die traditionelle Königskette - gestiftet 1962 von Frau Kallen - nur noch bei der Proklamation tragen sollte. Die Plaketten - von Gregor 1. bis zu den heutigen Zugkönige- hatten diese Königskette im Aussehen und Gewicht zu einer Konkurrenz der großen Kette des Neusser Schützenkönigs gemacht.
Das alte Quirinusplätzchen, in Bronze gegossen, bildet das Schild der neuen Kette. Die Umschrift auf der Rückseite lautet: - Schützenlustzug „Erfttrabante" 1961/62 - Zugkönig. Das Schild der Königskette entstammt einem alten Holzmodel, mit der bis nach dem 2. Weltkrieg die Quirinusplätzchen in der Konditorei Servaes hergestellt wurden. Die Form des Holzmodels wurde 1950 auf eine Metallwalze übertragen, mit der dann 1967 zum Festtage des hl. Quirinus die Quirinusplätzchen - entweder aus Marzipan oder aus einer Art Mürbeteig - hergestellt wurden. Heute steht die Metallwalze als Leihgabe der Familie Servaes im Clemens-Sels-Museum. Der Durchmesser der Holzmodelform ist ungefähr 2cm größer als die der Walzenform.

Der Vorster Bildhauer Wilhelm Schiefer hat das Schild der neuen Königskette aus dem Holzmodel in Bronze geformt. Zunächst schuf er aus Wachs einen positiven Abdruck, dem aus Silikon eine Negativform für ein Bleiguß folgte. Wilhelm Schiefer hat die bildliche Darstellung sorgfältig herausgearbeitet. Nach der Tradition naiver Heiligenbilder ist der hl. Quirinus dargestellt. Seine Kennzeichen sind die römische Militärkleidung und der Schild mit 9 Punkten. Zu seinen Füßen ist das Quirinusmünster abgebildet. So mag das Schild der neuen Kette ein Symbol der Erfttrabante sein. 1961 gründeten 10 Schützen diesen Schützenlustzug, die um St. Quirin geboren oder aufgewachsen waren. Heute treffen sich die Erfttrabante jährlich mit ihren Familien aus nah und fern, um im Schatten und Schutz von St. Quirin Kirmes zu feiern. (Autor: Dr. Franz Wilhelm Servaes).



Zum 50. Jubiläum hat Bruder Günter Kempen OSB; Feldkurat der Schützenlust, den Erfttrabante einen Zugorden gestiftet, den Dr. Danny Nguyen gestaltet hat. Der Orden zeigt unter einer 50 und mit einer Umschrift Erfttrabante 1961 – 2011 das Neusser Wappen, das Abzeichen der Schützenlust, die Erft und das Quirinusmünster. Auf der Rückseite sind die Namen aller Erfttrabante des Jahres 2011 eingeprägt.



Rangabzeichen der Neusser Schützenlust/Erfttrabante:


Oberleutnant
silbernes Schulterstück mit 1 goldenem Rangstern, Feldbinde silber auf grünem Grund

Leutnant
silbernes Schulterstück, Feldbinde silber auf grünem Grund

Feldwebel (Spieß)
grüngeflochtenes Schulterstück mit 1 goldenen Rangstern, goldener Ringkragen, goldener Kolbenring, grüner Rückengurt

Stabsunteroffizier
goldener Ringkragen und 1 Goldknopf am Kragen, grüner Rückengurt

Unteroffizier
goldener Ringkragen, grüner Rückengurt

Stabsgefreiter
2 Goldknöpfe und 1 goldener Rangstern am Kragen, grüner Rückengurt

Obergefreiter
2 Goldknöpfe am Kragen, grüner Rückengurt

Gefreiter
1 Goldknopf am Kragen, grüner Rückengurt

Oberschütze
1 goldener Rangstern am Kragen, grüner Rückengurt

Schütze
n
ur grüner Rückengurt



Neusser  Heimatlied:


Als ich noch ein kleiner Junge war, sagte Mutti einst zu mir :
Schau dir uns´re schöne Stadt mal an, und dann merke dir
schöner kann´s woanders auch nicht sein, zieht es dich ins fremde Land,
einmal treibt das Heimweh dich doch heim, und du hast erkannt:

R E F R A I N :
Dort, wo die Erft den Rhein begrüßt, einst meine Wiege stand.
Wo stolz Quirin den Himmel mißt, da ist mein Heimatland.
Ich grüße dich Novesia, mit Herz und frohem Sinn,
und singe dir ein Gloria, weil ich ein Neusser bin.


Römer zogen einst durch unser Land, bauten eine schöne Stadt,
die auch heute noch zu junger Zeit, einen Namen hat.
Stolz und groß ist die Vergangenheit, die aus deinen Mauern spricht,
Gott beschütze dich für alle Zeit, dich vergeß´ ich nicht.

R E F R A I N :

Heimatstadt, du mein Novesia, du liegst mir doch nur im Sinn.
Treu sein will ich dir ein Leben lang, wo ich immer bin.
Grüßt von weitem dann das Obertor, und ich seh´ mein Elternhaus,
sing vor Freude ich ein Lied dir vor in die Welt hinaus:

R E F R A I N :


"Platt"-Kunde:   
PLATT (DEUTSCH)

Alles zo sinner Ziet.                                                                    
Alles zu seiner Zeit.


Besser eemol jood jeläv, wie all si Läve schleit.                             
Besser einmal gut gelebt, als das ganze Leben schlecht.

Besser en Luus em Pott, als ja kee Fleesch.                                  
Besser eine Laus im Topf, als gar kein Fleisch.

Dä es eso fuul, dä löt sech de Futt noch nohdrare.                         
Der ist so faul, der lässt sich sogar den Hintern nachtragen.

Dä hät e bonk lieje loote.                                                            
Er hat eine bewegte Vergangenheit.

Dat Dendeskerkes hät d´r Lukas jesinn.                                       
Die Dingskirchen erwartet ein Kind.

Die Pääder, die d´r Haver verdeene, kieje em net.
Die Pferde, die den Hafer verdienen, kriegen ihn nicht.

Do es de Schmedd am stenke.
Da ist etwas nicht geheuer.

Dreck schuurt d´r Maach.
Dreck reinigt den Magen.

Du kanns mech ens d´r Nache däue
Du kannst mich mal am ....

Et jött ke jrötter Leed, als wat d´r Minsch sech selvs aandeed.
Es gibt kein größeres Leid als das, was der Mensch sich selbst zufügt.

För Jeld kammer d´r Düvel danze lote.
Für Geld kann man den Teufel tanzen lassen.

Hä hät sech dörch de Koht jemaat.
Er hat das Weite gesucht.

Jäje en Kar Mes kammer net aanstenke.
Man kommt nicht gegen die Mächtigen an.

Jede blameet sech so jod, wie hä kann.
Jeder blamiert sich, so gut er kann.

Jede Jeck es angesch.
Jeder Narr hat seine Eigenschaften.

Jodheed es Dommheet.
Güte ist Dummheit.

Lehn mech ens di Jeseet, ich mot en Futt mohle.
Ablehnung zu großer Ansprüche.

Mer dörf nix övver et Knee breche.
Man soll nichts übers Knie brechen.

Mer mot Näl möt Köpp maake.
Man muss Nägel mit Köpfen machen.

Och en aal Hipp friß noch jär e jrön Blättche.
Alte Weiber sehen gerne junge Burschen.

Ömmesöns es d´r Doot, on dä kos et Läve.
Umsonst ist der Tod, und der kostet das Leben.

Vom Ärbeede jonnt de beste Päder kapott.
Vom Arbeiten gehen die besten Pferde kaputt.

Von nix kütt nix.
Von nichts kommt nichts.

Wä sech op angere verlött, dä es verloote.
Wer sich auf andere verlässt, der ist verlassen.

Wä jövv, watte hätt, es wääd, dat e lävt.
Wer gibt, was er hat, ist wert, dass er lebt .

Wä lang hätt, lött lang hange.
Wer es sich leisten kann,...



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